> zum detaillierten Programm der Konferenz und zur Anmeldung (limitierte Platzanzahl, daher bitte um baldige Anmeldung)
> Programm als pdf zum Download 
 

(26.10.2025) AbFaNG organisierte am 24. Oktober eine große Konferenz der Zivilgesellschaft zu „70 Jahre österreichische Neutralität“ in der VHS Meidling. Nach dem Referat von Univ.-Prof. Heinz Gärtner „Was bedeutet Neutralität“ folgen zwei Forumsgespräche mit Gabriele Matzner, Werner Wintersteiner, Helga Kromp-Kolb, Wilfried Graf,  Gerald Oberansmayr, Irmgard Ehrenberger,  George-Wilhelm Gallhofer (BMEIA), Sabine Zelger, Günther Greindl, Theresa Kofler, Karl Kumpfmüller und Wilfried Leisch. Nach jedem Forum folgt eine Publikumsdiskussion und danach gibt es für alle Teilnehmer:innen Gelegenheit sich in einem der sechs Arbeitskreise einzubringen. Um die vielen Informationen auch verarbeiten zu können, begleitet uns die Akkordeonistin Heidelinde Gratzl durch die Konferenz. Als Moderator:innen fungieren Lucia Hämmerle, Hannes Hofbauer und Andrea Hiller. Die Teilnahme an der Konferenz ist nur nach Anmeldung möglich.
> zum NACHBERICHT und detaillierten Programm der Konferenz  

Graz setzt ein Zeichen für atomare Abrüstung

(10.7.2025) Jeden 8. Juli wird von dem Mayors for Peace zum weltweiten Flaggentag vor dem Wahnsinn der nuklearen Aufrüstung gewarnt. Heuer wurde auch das Grazer Rathaus mit einer Friedensfahne beflaggt. 8497 Städte haben sich bereits in der Vereinigung Mayors for Peace zusammengeschlossen, die 1982 vom damaligen Bürgermeister von Hiroshima gegründet wurde. Heute zählen in Österreich 126 Gemeinden, unten ihnen die Landeshauptstädte Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, St. Pölten und Bregenz, zu den Bürgermeister:innen des Friedens.  Bericht über die Beflaggung in Graz
mehr über die Mayors für Peace  

(9.7.2025) Donald Trumps Politik in Afrika bekommt langsam Konturen: Nach der brutalen Kürzung der afrikanischen Programme der US-Agenturen USAID (Gesundheit), MCC (Entwicklung) und USADF (Investitionen) um 83,7 Prozent, konkret um 49 Mrd. Dollar, dem Austritt aus der Weltgesundheits-Organisation WHO (was China als nunmehr größter Zahler mit 500 Mio. Dollar kompensiert) und der angedrohten Erhöhung der Zölle für afrikanische Exporte setzt US-Präsident Trump auf „Handel nicht Hilfe“, wie Liberias früherer Arbeitsminister W. Gyude Moore im Interview mit Semafor Africa meinte. Donald Trump versucht mit „Leuchtturm-Projekten“ in Afrika zu reüssieren, um den Einfluss Chinas nicht nur als größter Handelspartner Afrikas zurückzuschrauben. In 52 der 54 afrikanischen Länder ist  China  größten Handelspartner. Dies schreibt Georges Hallermayer in seinem > Blog „Weltsolidarität“.
Die Arria-Formel ist ein informelles Format für Treffen des UN-Sicherheitsrates. Im Rahmen der Arria-Formel fand am 9. Juli ein Treffen zu kritischen Mineralien und ressourcenbedingter Unsicherheit in Afrika statt.
> Bericht zum Treffen der Arria-Formel am 9. Juli 

Bild: Momentum Institut  

(8.7.2025) Wer über Chefredaktion und Herausgeberschaft entscheidet, hat auch großen Einfluss auf die Berichterstattung in einem Medium. Die Eigentümer müssen dazu nicht direkt in einzelne Entscheidungen eingreifen. Die Blattlinie und das von ihnen gewählte Personal gestalten, was veröffentlicht wird. Die großen österreichischen Tages- und Gratiszeitungen gehören den Familien Dichand und Fellner sowie einigen Banken und der katholischen Kirche. Es stellt sich die Frage, ob dies nicht ein Problem für die Demokratie ist. Berichte über unsere Friedensaktivitäten z.B. werden kaum von den großen Medien veröffentlicht. Das Momentum Institut hat die Medienwelt untersucht.  > zum Bericht des Momentum Instituts   

(18.6.2025) Die Länder des Pazifiks und des Pazifikraums stehen unter dem Druck. Es wird verlangt, einen immer größeren Anteil ihres öffentlichen Budgets für Militarisierung auszugeben. Ein Krieg zwischen den USA und China wäre verheerend für die Menschen in den Ländern des Pazifikraums. Daher fordern die Völker des Pazifikraums in einem Appell an ihre Regierungen diese auf, eine neutrale Position einzunehmen und jegliche militärischen Vorbereitungen zur Teilnahme an einen Krieg zwischen den USA und China abzulehnen und zu erklären, sich an einem solchen Krieg nicht zu beteiligen. 
> zur Petition „Declare Neutrality“ 

(7.6.2025) In einem Webinar thematisierten 6 Frauen der Allianz „Global Women for Peace“ heute die  zunehmende Militarisierung in den Schulen. Die Sprecherinnen aus Belarus, Deutschland, Italien, Schweden und Ungarn betonten, wie früh die Indoktrinierung der Kinder durch Militärs bereits einsetzt und welche Millionenbeträge dafür aufgewendet werden. Fazit: Für die Bedienung der mit Milliardenbeträgen gesponserte militärische Hochrüstung müssen scheinbar jetzt „willige“ junge Soldaten und Soldatinnen gewonnen werden. Jugendliche müssen „kriegstüchtig“ werden. Es scheint, die Vernunft ist den Verantwortlichen abhandengekommen. Statt auf eine kooperative friedensfördernde Außenpolitik setzen viele europäische Länder nun auf Hochrüstung. – Entsetzlich! > zum Webinar der „Global Women for Peace“

> zum Statement der IPPNW 
Um den Weltfrieden zu wahren – Heinz Gärtner in Die FURCHE vom 17.6.2025

(6.6.2025) Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen die israelischen Militärschläge gegen den Iran und fordern einen sofortigen Waffenstillstand, um eine weitere Eskalation und den Verlust von Menschenleben zu verhindern. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und der US-Regierung verfügt der Iran derzeit nicht über ein aktives Atomwaffenprogramm. Dieser Angriff eines nuklear bewaffneten Staates untergräbt die laufenden diplomatischen Bemühungen unter Führung der USA, die Nichtverbreitungsbemühungen in der Region wiederherzustellen. IPPNW fordert den Iran auf, seinen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag von 1970 und den IAEO-Sicherungsmaßnahmen in vollem Umfang nachzukommen. Israel, der einzige nuklear bewaffnete Staat in der Region, muss diese Bemühungen unterstützen und konkrete Schritte zur Abrüstung unternehmen. > zum Statement der IPPNW  

Zu Thomas Manns 150. Geburtstag: Mahner und Visionär

(6.6.2025) Heute ist Thomas Manns 150. Geburtstag. Der Literaturnobelpreisträger hat sich immer wieder kritisch gegen die Kriegstreiberei geäußert und die Demokratie verteidigt. Er sagte: Krieg ist nichts als Drückebergerei vor den Aufgaben des Friedens.“ Das sollten sich die Kriegstreiber der Welt hinter die Ohren schreiben.
Verblüffend aktuell ist Thomas Mann deshalb, weil er Demokratie auch als Lebensstil versteht: als Einübung in den gelassenen Umgang mit Pluralität. Zitat: „Zum Bewusstsein kommen heißt: ein Gewissen bekommen, heißt wissen, was gut und böse ist.“

30 Prozent mehr NATO-Budget: Geht's noch?

Bereits 2015 richtet der Dalai Lama in einem Gespräch mit Franz Alt einen > Appell für Abrüstung an die Welt

(5.6.2025) Es wird immer ärger: Westliche Regierungsmitglieder fordern, das wir „kriegstüchtig“ werden. Die Militärbudgets und die Profite der Rüstungsindustrie erreichten bereits ungeahnte Höhen. 2024 wurden weltweit 2.718 Mrd. Dollar für das Militär ausgegeben – mit diesem Geld könnten man Wohnungen für 24 Millionen Menschen bauen. Trump forderte die Steigerung der Militärausgaben der 32 NATO-Länder auf skurrile 5 Prozent der Budgets und schon beschließt die NATO dem folge zu leisten und erhöht ihr Budget um unglaubliche 30 Prozent! Es scheint kein Ende der Kriegstreiberei, die schönfärbend „Verteidigungsfähigkeit“ genannt wird, in Sicht. Wir fordern Abrüstung, eine internationale kooperative Friedenspolitik und Investitionen in Klima- und Umweltschutz statt in Waffen. > zum Bericht über die NATO-Tagung 

Podiumsdiskussion im Amerlinghaus am 15. Mai

(28.5.2025) Gleich drei gelungene Friedensveranstaltungen gab es am 15. Mai, dem 70-Jahr-Jubiäum des österreichischen Staatsvertrages, in Wien: eine von der Solidarwerstatt organisierte Demonstration auf der Mariahilfer Straße, den von ATTAC organisierten Vortrag von Prof. Heinz Gärtner „Neutralität und Friedenssicherung“ in der Blumenfabrik und eine Podiumsdiskussion mit Güther Greindl, Fr. Linsberger, Josef Mühlbauer und Wilfried Leisch im Amerlinghaus, die von den Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie & Krieg organisiert wurde.  
> zu den Berichten und VIDEOS der Veranstaltungen 

Klima-Friedenspakt beim World Summit in Wien 2025

(28.5.2025)  Am 3. Juni 2025 findet in Wien der Austrian World Summit (AWS) on Climate and Security mit hochrangigen Gästen und Delegationen aus über 50 Staaten statt. Dort wird u.a. auch der Climate Peace Pact 2025 erstmals vorgestellt und zur Unterzeichnung freigegeben. Der Vorschlag für den „Climate Peace Pact“ stammt aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative unter der Federführung des ZIMD (Zentrum für interdisziplinäre Mediation und Dialog) und des pazifistischen Medienprojekts friedensnews.at. Kernbotschaft des Pakts: „Die größte Bedrohung für unsere Sicherheit ist nicht eine Nation, sondern unsere Unfähigkeit, gemeinsam für unser Überleben zu handeln.“  
zur Website friedensnews.at

Neues Buch: Ideen zum positiven Frieden

(10. 5. 2025) Prof. Heinz Gärtners neues Werk ist ein  mutiges Buch über die Krisen unserer Zeit – vom Nahen Osten über Osteuropa bis hin zu den Rivalitäten zwischen den USA, China und Russland. Der Politikwissenschaftler entwickelt darin konkrete, oft überraschende Friedensideen. Seine zentrale These: Nicht Sicherheit schafft Frieden, sondern Frieden schafft Sicherheit. Es braucht Mut und eine engagierte Friedenspolitik für neue Perspektiven und Konfliktlösungsansätze. 
> mehr über das Buch „
Ideen zum positiven Frieden“

SIPRI-Bericht: Enorme Steigerung der weltweiten Militärausgaben!

Bild: Screenshot ARD tagesschau
> SIPRI-Pressemeldung (in Deutsch)
Link zur SIPRI Website 

(3.5.2025)  Das Friedensforschungsinstitut SIPRI meldet mit 9,4 Prozent den stärksten Anstieg der weltweiten Militärausgaben seit 1991 und 2.718 Milliarden US $ (2.405 Mrd. €) sind die weltweit höchsten je verzeichneten Ausgaben für das Militär. Die rasante Militarisierung – mit Waffen und Worten – macht die Welt nicht sicherer, sondern steigert zunehmen die Kriegsgefahr. Laut dem Heidelberger Konfliktforschungsinstitut gibt es derzeit 22 Kriege auf der Welt. Ebenfalls ein negativer Rekord. Das widerlegt klar die Erzählung von „Sicherheit durch Aufrüstung“. Je  mehr Waffen, desto mehr kriegerische Auseinandersetzungen. 
Wir brauchen dringen Abrüstungsinitiativen, Diplomatie und internationale Kooperation!
Die Waffen nieder!

Kriegstagebuch von Alfred H. Fried 1914 - 1919 digital verfügbar

(20.4.2025) Der Friedensnobelpreisträger Alfred Hermann Fried verfasste ab Beginn des 1. Weltkriegs ein „Kriegstagebuch“, das vom ZIMD komplett digitalisiert wurde. Fried beklagte als „rationaler Pazifist“ häufig den emotionalen Pazifismus. In seinem Kriegstagebuch, das während des Krieges in Österreich und Deutschland natürlich von der Militärzensur verboten wurde und erst nach 1918 erscheinen konnte, verfolgte er die internationalen Ereignisse von 1914 bis 1919. Die Tagebücher sind einzigartig und können zum Erbe der Weltkultur des Friedens gezählt werden. Sie stellen bis heute eine Quelle für das Erkennen von Soft-Power (Meinungsmanipulation) dar, die in Kriegszeiten von den Herrschenden eingesetzt wird.
zur ZIMD-Digitalversion von Frieds Kriegstagebüchern

(16.4.2025)  Der Internationale Versöhnungsbund – österreichischer Zweig positioniert sich zu den Aufrüstungsplänen Österreichs und der Europäischen Union mit einem > Policy Paper. Dieses Strategiepapier unterstreicht, dass die Aussagen „Rüstung tötet auch ohne Krieg – Frieden schaffen ohne Waffen“ heute wieder besonders gelten und eine menschenwürdige, gewaltfreien Friedenspolitik mehr denn je gefragt ist. Nichts rechtfertigt ein Abweichen davon. Mit den derzeitigen Aufrüstungsprogrammen wird u.a. der Klimawandel beschleunigt, die Umwelt zerstört und die knapper werdenden Ressourcen verschwendet.
zum Inhalt des Strategiepapiers „Waffen schaffen keinen Frieden“

Mut zur Diplomatie, engagierten Neutralität und gegen den Rüstungswahn

(22.3.2025)  Friedensforscher Werner Wintersteiner schreibt am 21. März in der Kleinen Zeitung u.a. folgendes: So verständlich es ist, dass Europa seine Verteidigung auf die eigenen Füße stellen will, so unverständlich ist es, einseitig auf die militärische Karte zu setzen. August Pradetto, emeritierter Professor der Universität der Bundeswehr Hamburg, kritisiert die „Panikkäufe“ der EU und betont, dass die russischen Streitkräfte, die in der Ukraine in drei Jahren bloß 100 Kilometer vorgedrungen sind, „heute in der prekären sicherheitspolitischen Lage“ sind und Jahre brauchen werden, um auch nur die eigene  Verteidigungsfähigkeit wiederherzustellen. Er schließt daraus: „Das Dümmste, das wir machen können, ist, uns selbst totzurüsten.“ Kommentar Werner WIntersteiner in der Kleinen Zeitung 
Bereits am 18. März erschien in „Die Presse“ ein Kommentar von Werner Wintersteiner, indem er die EU auffordert, endlich selbst Friedenslösungen für die Ukraine zu präsentieren, was sie die letzten 3 Jahre sträflich versäumt hat.  > zum Kommentar, der in der Presse erschien 

Wer Frieden sät, wird Frieden ernten. - Aufrufe zu Mut, Vernunft und Widerstand

(4.3.2025)  Heute soll in Deutschland ein schuldenfinanziertes Sonderbudget für militärische Aufrüstung von bis zu 400 Milliarden auf den Weg gebracht werden. Welche Bedrohung! Statt alles für den Frieden, gegen die Klimakatastrophe und für mehr soziale Gerechtigkeit zu tun, wird von den Verantwortlichen der künftigen deutschen Regierung die Zerstörung vorbereitet. Zeit für eine Umkehr im Denken und Handeln!
ZWEI NEUE BÜCHER VERMITTELN MUT in dieser verrückt gewordenen Welt. „… wie aber führt man Frieden?“ von Anna Melach und „Moralische Ambition“ von Rutgar Bregman. In beiden Büchern wird über mutige Menschen und friedensstiftenden Initiativen berichtet. Melach berichtet von 18 Menschen aus 17 Ländern, die sich vorbildhaft für eine friedlichere und bessere Welt einsetzen bzw. einsetzten. Auch Bregman zeigt mit zehn erfolgreichen Beispielen, wie man aufhören kann sein Talent zu vergeuden und etwas Positives zu schaffen. 
Mut soll auch das von Regina Thurner geschriebene Lied „Wir brauchen neuen Mut“ vermitteln.  

Zwei Präsidenten vor laufenden Kameras im Streit: Trump versus Selenskyj

(3.3.2025) Das derzeit wohl berühmteste und folgenschwerste Video in deutscher Übersetzung und mit Kommentar des Schweizer Politikwissenschaftlers Dr. Pascal Lottaz. Lottaz ist Adjunct Researcher am Waseda Institute for Advanced Study in Tokio und Adjunct Professor für Europäische Politik an der Temple University Japan Campus.  > zum Video des Gesprächs im Oval Office  
Im März 2022, unmittelbar nach dem Einmarsch der Russen in der Ukraine, begannen auf Initiative des damaligen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Diplomaten, die im April 2022 Chancen für einen Waffenstillstand eröffneten. >zur Analyse „The talks that could have ended the War in Ukraine von Samuel Charap und Sergey Radchenko in Foreign Affairs vom 16. April 2024 

Jeder gegen jeden: Sie reden vom Frieden und rüsten zum Krieg

(28.2.2025) Die Ausgabe März 2025 der Zeitung „Solidarität unsere Chance“ fordert unter dem Titel „Jeder gegen jeden: Sie reden vom Frieden und rüsten zum Krieg!“ die österreichische Regierung zur Positionierung im internationalen Spannungsfeld USA/NATO – Russland – Europa/EU/NATO“ auf. Die Autor:innen fordern erneut ein klares Bekenntnis zur immerwährenden Neutralität. Im Beitrag „Koalitionsverhandlungen“ werden die sicherheitspolitischen Aspekte bei den Regierungsverhandlungen und die Rolle aller involvierten Parteien bei der Annäherung an die NATO hinterleuchtet. Weitere Beiträge befassen sich u.a. mit dem Krieg und Landraub im Nahen Osten.

Stellenausschreibung: Friedensregierung gesucht

(23.2.2025) Im ersten „Kalten Krieg“ spielte Österreich eine bedeutende Rolle als Vermittler und Brückenbauer zwischen Ost und West. In den letzten beiden Jahrzehnten wurde diese Rolle einerseits durch einseitige Stellungnahmen der Regierung und Annäherung an die NATO (Sky Shield) untergraben oder fast schamhaft verborgen (Abrüstungsverträge). Die aktive Rolle österreichischer Diplomaten bei der Etablierung des Atomwaffenverbotsvertrages und der Verbotsverträge gegen Streumunition und Landminen ist weithin unbekannt. Eine engagierte Unterstützerin unseres Friedensbündnisses fordert daher in ihrem Leserbrief endlich die Errichtung einer Friedensregierung. Bitte lesen Sie selbst: > Leserinnenbrief von Elfriede Schuh
Österreichs aktive Rolle für das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags
Österreich könnte wieder eine aktive Rolle bei der Abrüstung übernehmen

EU: Von der Friedensunion zur Kriegsunion?

(18.2.2025) Wenige Tage vor dem 3. Jahrestag des völkerrechtlichen Einmarsches der russischen Truppen in der Ukraine herrscht Zähneknirschen und Panik in der EU. Wie üblich in der Politik wird die Schuld den anderen zugeschoben, in diesem Fall den USA und Russland. Man wäre nicht in die Friedensgespräche eingebunden worden und man wäre ohne den USA zu wenig militärisch gerüstet, argumentiert man. Wo waren die konzentrierten und engagierten Friedensbemühungen der EU in den letzten 3 Jahren? Und der Mär von der schwachen Militarisierung kann durch die Fakten, die in der > im Nov. 24 veröffentlichte Greenpeace-Studie entgegengetreten werden. zu Friedenskommentaren des AbFaNG-Bündnisses

Der "Thirring-Plan": Mehr Sicherheit OHNE Waffen

(3.2.2025) Das soeben vorgestellte Buch „Mehr Sicherheit ohne Waffen.- Zur Aktualität von Hans Thirrings Friedensplan“, herausgegeben von Werner Wintersteiner, diskutiert den sogenannten Thirring-Plan von 1963 zur einseitigen Abrüstung Österreichs aus aktueller Perspektive. Der Vorschlag des Wiener Physikers und Friedensaktivisten Hans Thirring war als Beitrag zur Entspannung im Kalten Krieg gedacht. Das neutrale Österreich sollte als „Testobjekt der Möglichkeit friedlicher Koexistenz“ einen weltweiten Abrüstungsprozess anstoßen. Diese Idee ist heute wieder höchst relevant. Der Band enthält neben dem Abdruck von Hans Thirrings Friedensplan Beiträge von Erwin Bader, Ewa Ernst-Dziedzic, Leo Gabriel, Heinz Gärtner, Erik Gornik, Günther Greindl, Andreas Gross, Marko Hren, Karin Liebhart, Rosa Logar, Christoph Matznetter, Gerhard Oberkofler, Christine Schweitzer und Werner Wintersteiner. >
> zum Buch

80 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Bild: ORF, Joe Kramer

(28.1.2025) Am 27. Jänner jährte sich die Befreiung des KZs Auschwitz zum 80. Mal. Von den gut 6 Millionen getöteten KZ-Insassen fielen allein in Auschwitz mehr als 1,1 Millionen Menschen – vorwiegend Juden –  der industriellen Mordmaschinerie der Nationalsozialisten zum Opfer. 2005 erklärte die UNO die Auschwitz-Befreiung zum internationalen Holocaust-Gedenktag. 
Bericht von ORF Topos zum Ausschwitz-Gedenken
Biografien von Österreicher:innen, die nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden  

Oberst Markus Reisner über den Krieg in der Ukraine

(24.1.2025) In einem Interview mit dem ZDF am 23.1.2025 gibt Oberst Markus Reisner Einblicke in die Situation im Russisch-Ukrainischen-Krieg. Er nennt eine Zahl von rd. 1 Million Opfern (tote und verwundete Soldaten), die sich etwa 50:50 zwischen den beiden Ländern aufteilen – davon auf jeder Seite etwa 100.000 Tote. Dazu kommen lt. Statista.com rund 13.000 getötete und 29.000 verletzte Zivilist:innen. Reisner spricht von „10.000 Drohnen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten, die permanent am Himmel sind“. Und damit räumt er auch mit den Vorstellungen eines „sauberen oder präzisen Krieges“ auf.  „Den Militär-Videos ist zu entnehmen, dass praktisch auf beiden Seiten auf jedem im Einsatz befindlichen Soldaten eine Kamikaze-Drohne wartet und das gilt für beide Seiten. … d.h. es gibt in diesem Krieg für die Soldaten praktisch keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. (min 18 ff im ZDF-Video)  Reisners Fazit: „Auch in Zukunft bleiben Kriege, trotz KI-Einsatz, genauso elend und verheerend wie es auch bisher war.“ 

Zahl der Superreichen steigt weiter - Armut nimmt zu - Ungleichheit gefährdet die Demokratie

(22.1.2025) Laut Oxfam gibt es derzeit weltweit  2.769 Milliardär:innen, wobei allein im Vorjahr 204 neu dazu kamen. Hingegen stagniert die Zahl der Armen, also jener Menschen, die unter der erweiterten Armutsgrenze der Weltbank lebten, und die Zahl hungernder Menschen steigt weiter. Dazu der Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland, Serap Altinisik: „Der Vermögenszuwachs der Superreichen ist grenzenlos, während es bei der Bekämpfung der Armut kaum Fortschritte gibt.“  Fazit: Die Ungleichheit nimmt nicht nur zwischen dem Globalen Süden und den Industrieländern weiter zu, sondern beängstigend auch innerhalb der reichen Länder, wo jede Woche 4 neue Milliardär:innen dazu kommen. Diese Ungleichheit gefährdet die Demokratie, vor allem, wenn Superreichen direkt politische Macht zugesprochen wird.

"Gewaltfrei auf dem Weg" - Tagung des Versöhnungsbundes

(2.1.2025) SPINNRAD, die Zeitung des Österreichischen Versöhnungsbundes berichtet in Heft 4/2024 u.a. über ein Podiumsgespräch von Claudia Brunner, Lea Suter und Verena Winiwarter zum Thema „Gewaltfrei auf dem Weg – aus multiplen Krisen zu nachhaltigem Frieden“. Irmgard Ehrenberger wiederum blickt in ihrem Kommentar zu den Kriegen in der Ukraine und Gaza vorerst zurück auf die „Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens“ zum Beginn dieses Jahrtausends und weist dann auf die zunehmenden Kriege hin: 2010 wurden weltweit 6 Kriege und 22 große gewaltsame Konflikte registriert, 2023 waren es bereits 22 Kriege und 200 Gewaltkonflikte. Dies alles geht mit ständig steigenden Rüstungsausgaben einher. > zum Kommentar im SPINNRAD
Der KRANICH, die Zeitung des Salzburger Friedensbüros, widmet sich im Dezember dem Schwerpunkt Demokratie und Partizipation und bringt u.a. ein Interview zum Thema, warum Rassimus ein Problem für die Demokratie ist. > zum KRANICH Heft 4 20245