Gedenken – Mahnen – Verändern
Brandkatastrophe am 18. Sept. 1918
Am 18. September 1918 ereignete sich in der k.u.k. Munitionsfabrik Wöllersdorf eine Brandkatastrophe, bei der 423 Arbeiterinnen den Tod fanden. Zur Erinnerung an die bei der Feuersbrunst verbrannten Menschen wurde 2018 am Friedhof Winzendorf eine Gedenkstätte errichtet.
> mehr über die Brandkatastrophe und die Gedenkstätte
Außerdem wurde 2018 die 50-seitige Gedenkbroschüre „Nie wieder Krieg! – Die Situation der Frauen im und nach dem Ersten Weltkrieg“ veröffentlicht.
> zur Broschüre „Nie wieder Krieg!“ (Leseprobe)
Das Gedenkprojekt war u.a. auch ein Anstoß für weitere Friedensprojekte im Sinn eines positiven Erinnerungsprozesses, der nicht im Opfergedenken stecken bleibt und vom Erinnern zum Gedenken, aus diesem zum Mahnen („Nie wieder!“) und letztendlich zum Verändern führt. Das Gedenken muss von den Friedhöfen im Sinne einer friedvollen Veränderung in die Schulen und unter die Bevölkerung getragen werden.
Theaterstück „Septemberfeuer“
Die Erzählungen seiner Großmutter gaben den Anstoß, dass Nico Dorigatti zur Brandkatastrophe 1918 Recherchen anstellte und letztlich daraus ein beeindruckendes und berührendes Theaterstück schrieb, das am 11. April 2025 im Wöllersdorfer Schlössl seine Welturaufführung erlebte.
Pilar Borowers Schauspiel zog alle in den Bann. Der bewegende Abschluss am Platz vor dem Schlössl, die Kerzen in der Abendstimmung und der Text aus der Grabrede Otto Glöckls brachte alle Beteiligten zum Nachdenken – über die Gewalt von damals und von heute ….
