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Soziale Herausforderung Ungleichheit

Eine gerechtere Welt ist auch eine friedlichere Welt

Blickt  man in die zahlreich vorliegenden, wissenschaftlichen Veröffentlichungen bezüglich der Gefahren für die harmonische Entwicklung der Menschheit, so finden sich ganz vorne zwei zentrale Themen: die Klimakrise und die zunehmende Ungleichheit. Um diese potentiellen Gefährder wirksam eindämmen zu können, bedarf es tiefgreifender Veränderungen in unsere Gesellschaft, was ideologische und politische Kontroversen hervorruft. – Es geht sozusagen ans Eingemachte.

Die von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 formulierten Nachhaltigkeitsziele (SDGs – Sustainable Development Goals), zu denen sich auch das Friedensbündnis AbFaNG in seinem Positionspapier bekennt, sind ein Wegweiser, um sowohl die Klimakrise als auch Armut und soziale Ungleichheit bekämpfen zu können. Diese Ziele führen auch zu einem wirklichen, dauerhaften Frieden auf unserem Planeten.

Zu beiden Themen gibt es unzählige Informationen und es existieren konkrete Transformationspfade zu einem „Guten Leben für alle“. Wir müssen sie aufgreifen und in die Tat umsetzen. In dieser Friedenswebsite wollen und können wir nur einige wenige, wichtige Informationen dazu geben. Inwiefern die zunehmende Militarisierung unser Klima und unsere Umwelt belastet, haben wir im > Kapitel RÜSTUNG & UMWELT beleuchtet.

Zum Thema UNGLEICHHEIT & FRIEDE gibt unser Autor Alfred Racek einen kurzen Einblick in das neueste Buch des Ökonomen Thomas Piketty „Kapital & Ideologie“, wo auch konkrete Vorschläge gemacht werden, wie der aktuelle Weg der wachsenden Ungleichheit verlassen werden kann.
> zum Beitrag Thoma Piketty Kapital & Ideologie

Grafik: Jahoda-Bauer-Institut / Änderung der Arbeitssituation nach EInkommen in Österreich

Wird der soziale Frieden durch die Corona-Krise bedroht und die Spaltung vorangetrieben?

Die Coronakrise hat heftige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Maßnahmen rund um das Coronavirus stellen Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft auf die Probe. Die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen und die damit einhergehenden Betretungsverbote sowie die direkte und indirekte Einschränkung von betrieblicher Tätigkeit beeinflussen die Wirtschaft massiv. Ende März waren bereits 504.345 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos vorgemerkt, inklusive SchulungsteilnehmerInnen lag die Zahl sogar bei 562.522. Im Vergleich zum März des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 66%. Aber Kündigung und Arbeitslosigkeit trifft nicht alle Einkommensgruppen gleich hart. Der Lockdown hat die soziale Ungleichheit verschärft. In der Corona-Krise trat die in Österreich bestehende soziale Ungleichheit sehr deutlich zutage. Die Arbeitslosigkeit ist drastisch gestiegen. Besonders für die NiedrigverdienerInnen ist der Jobverlust tragisch, da 27% über keinerlei Rücklagen verfügen und das Arbeitslosengeld nur 55% des letzten Nettobezugs ausmacht.
> zum Bericht von Julia Eder (Marie Jahoda – Otto Bauer Institut)

Bild: Weltumspannend arbeiten
Die meisten der 152 Millionen Kinder arbeiten in der Landwirtschaft, in kleinen Werkstätten, in Steinbrüchen, als Straßenverkäufer oder Dienstmädchen.

Kinderarbeit endlich stoppen – Kindersoldaten von ihrem Elend befreien!?

Weltweit müssen 152 Millionen Kinder arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Zu den schlimmsten Formen von Kinderarbeit zählen die UN den Einsatz von Kindern als Soldaten, Prostituierte, Drogenkuriere sowie in Zwangsarbeit. Die Initiative „Kinderarbeit stoppen“ informiert über das Thema Kinderarbeit und fordert zum Handeln auf. Kinderarbeit ist in Wirklichkeit nicht weit weg – sie steckt in vielen Produkten, die uns umgeben. Mit den SDGs haben sich die Staaten der Welt auf das Ziel geeinigt, jegliche Form der Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen. Kinderarbeit ist ein Verbrechen und sollte im 21. Jahrhundert längst der Vergangenheit angehören.

> „weltumspannend arbeiten“ (wusa) warnt vor dem Anstieg der Kinderarbeit nach der Corona-Krise (Presseaussendung Juni 2020)